EKNDA: Seehawer und Siebert „Turin“

EKNDA: Seehawer und Siebert „Turin“

In der Serie „Ein Knäuel nach dem anderen“ zeige ich euch immer wieder neue Wollsorten, teste sie selbst aus und liste die Vor- und Nachteile auf. Dieses Mal geht es um „Turin“ von Seehawer und Siebert.

Ich war wieder mal im „Loops Berlin“ und habe mich nach neuem Material für meine anstehenden Projekte umgeschaut (wie so häufig) und dabei ist mir die „Turin“ von Seehawer und Siebert aufgefallen. Besonders die grüne Farbe ist mir direkt ins Auge gesprungen!

9 verschiedene Farbtöne gibt es zu erstehen, ich habe mich für die Farbe Grün und Grau entschieden. „Turin“ entpuppte sich als fein ausgesponnener, 4-facher Zwirn, der in 4 Multicolor Farbvarianten daher kommt – handgefärbt! Durch die Beimischung von Maulbeerseide und der Bastfaser Ramie bekommt das Garn Stabilität und einen dezenten Glanz, der mir sehr gefällt. Nach einigem Überlegen habe ich mich dafür entschieden, den Pulli „FF Backward“ daraus zu stricken. Das Modell ist von Atelier Alfa und bei ravelry auf Englisch und Deutsch erhältlich: http://www.ravelry.com/patterns/library/ff-backward

Es hat mir großen Spaß gemacht, mit der „Turin“ zu arbeiten , sowohl an der Maschine als auch per Hand gestrick. Sie ergibt ein gleichmäßiges Strickbild und ist besonders für Anfänger geeignet. Ich werde sicher noch das eine oder andere daraus machen!
Hier nochmal alle wichtigen Infos zur „Turin“ zusammengefasst:

Lauflänge: 100g/425m

Strickmaschine: Feinstricker

Rundstricknadel: 3 mm 80 cm

Maschenprobe: 26 M / 36 R = 10 x 10 cm

Zusammensetzung: 60% Schurwolle, 20% Seide, 20% Ramie

Material: 2 x 200 g Hauptfarbe und ca. 50 g weiß

Preis pro Strang: 100g ca. 9,00€

Verfügbarkeit: im Laden, z.B. bei „Loops Berlin“ und Fadeninsel

Anforderung: Anfänger

Geeignet für: Stricken (Hand und Maschine), Häkeln

Projekte: Pullover, Westen

Tipps: lässt sich gut stricken, die Wolle mit Wachs wickeln, leichtes Kratzen

Expedition Wolle – Illertissen

Expedition Wolle – Illertissen

Hier berichte ich euch immer wieder von meinen Außeneinsätzen im Bereich Wolle! Dieses Mal bin ich aus familiären Gründen für kurze Zeit nach Illertissen (bei Ulm) gefahren. Im Folgenden mein Reisebericht für Verstrickte:

Zunächst habe ich natürlich bei der großen Suchmaschine, die sich auf „oogle“ reimt, nachgeschaut, wer denn wo in Ulm beziehungsweise Neu-Ulm Wolle verkauft. Man muss sich ja vorher genauestens informieren, um dann zielgerichtet und effektiv arbeiten zu können! In Mössingen (unter Stuttgart) gibt es Drachenwolle, in Pfaffenhofen an der Ilm (etwas über München) Rohrspatz und Wollmeise, Filati in Memmingen, DayForYarn in Fürth (bei Nürnberg)  meine Auswahl wuchs beträchtlich. Direkt in Illertissen gibt es allerdings auch ein kleines Geschäft. Damit wollte ich anfangen.

www.wollerie.de

Das Ganze gestaltete sich sehr abenteuerlich – der Laden hat an nur zwei Tagen für ein paar Stunden geöffnet. Innerhalb dieser Zeit machte ich mich also auf den Weg und landete ziemlich verblüfft vor einem Einfamilienhaus. Dort wollte ich eigentlich gleich wieder Kehrt machen, vermutlich hatte ich mich einfach verfahren. Dann sah ich allerdings ein Schild im Garten, das vielversprechend „Wollerie“ verkündete. Also mal geklingelt. Ich wurde von einer herzlichen Begrüßung überrascht und sah dann das kleine Paradies, das sich in der unteren Etage breit gemacht hatte – gut sortiert und gefüllt mit Wolle! Zwischen uns entstand sofort ein informatives Gespräch. Danach war klar, dass ich noch einmal zurück kommen musste. Wer kann denn mit sowas rechnen? Ich suchte Material für ein bestimmtes Projekt und hatte meine Notizen in einem Buch vermerkt, das natürlich warm und sicher – im Hotelzimmer lag.

Nach einem Anruf bei Sabine Anwander (Inhaberin von Wollerie) durfte ich aber noch einmal außerhalb der Öffnungszeiten kommen! Und sogleich versanken wir wieder in Fachgesprächen… Eine gut gefüllte Tüte hatte sich bereits unbemerkt in meine Hand geschlichen und es ich dort so bequem gemacht, dass ich sie einfach mitnehmen musste. Ich besann mich auf meine Projekte: Letztes Jahr waren doch auf der Titelseite der Fam von Lang Yarns diese Stulpen, bestehend aus 7 verschiedenen Farbtönen der Merino 400 Lace. Zack – rein in die nächste Tüte! Ja es sind 8 Farbtöne, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Immer wieder blieben meine Augen an einem kleinen Holzstamm mit Wollsträngen hängen. Schwarz, oliv, türkis mit bunten Bändern und Bommeln – die könnte meiner Tochter gefallen (hat sie auch)! Zack – Tüte!

Dann war da noch dieser Karton mit der „Stellina“ von Lang Yarns. Auch noch in schwarz! Zuhause hatte ich die passenden Knäule in weiß, da könnte ich mir doch diesen Pulli…  Zack – ihr könnt es euch denken.


Ich war so rundum glücklich mit meinen vollen Tüten, dass mich die anderen Geschäfte gar nicht mehr so reizten. Vielleicht beim nächsten Besuch! Ich würde mich riesig freuen, falls Frau Anwander mal Zeit und Lust auf einen Trip nach Berlin bekäme und ich ihr zusammen mit anderen Strickwütigen ein paar tolle Wollläden zeigen könnte! Natürlich darf dazwischen auch die ein oder andere Kaffeepause rutschen…

 

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