EKNDA: ggh „Lacy“

EKNDA: ggh „Lacy“

In der Serie „Ein Knäuel nach dem anderen“ zeige ich euch immer wieder neue Wollsorten, teste sie selbst aus und liste die Vor- und Nachteile auf. Heute nehme ich „Lacy“ von ggh unter die Lupe.


Als ich den Laden betrat, schlug mein Herz sofort höher. „Loop Berlin“ macht einfach Spaß – bei der großen Auswahl an Wollsorten und Farben gehe ich gerne auf Entdeckungsreise! Jedoch ohne schier erschlagen zu werden, alles ist gut ersichtlich sortiert. So fand ich beim Stöbern die Wolle „Lacy“ von ggh, die natürlich mitkommen musste. Meinem Beutezug fiel auch die Turin Sockenwolle zum Opfer, dazu aber in einem späteren Post mehr.

Im Kopf hatte ich eine kleine Jacke zum Drüberziehen an lauen Sommerabenden, aber auch diese Wolle wird erstmal in einem artgerecht gehaltenen Karton verstaut, wo sie viel Platz und Gesellschaft hat. Wir denken bereits über ein Freilaufgehege nach.

Zu den Farben – oh, die Farben! 19 verschiedene gibt es für „Lacy“ zur Auswahl und sie sind alle derart nach meinem Geschmack, dass es an Hexenwerk grenzt! Und so konnte ich natürlich auch nicht widerstehen, mir neben dem Blaugrau für die Jacke auch noch vier andere, einzelne Knäuel mitzunehmen. Alibi: Vielleicht möchte ich ja später noch Streifen in der Jacke haben und werde meines Lebens nicht mehr froh, weil die Farben nicht länger erhältlich sind! Außerdem sehen sie so hübsch aus, wenn man sie stapelt!

 

 

Beweisführung abgeschlossen – Kauf gerechtfertigt! Als Grundton habe ich mich für die Nr. 13 entschieden, ein sattes Blaugrau. Das seht ihr ganz unten. Die anderen Knäuel, die sich heimlich eingeschlichen haben müssen, sind grau (Nr. 20), lindgrün (Nr. 06), altrosa (Nr. 02) und rostrot (Nr. 11). Besonders über das Grau habe ich mich sehr gefreut, oft kommen Grautöne tot und matschig daher, dieses dagegen wirkt sehr warm auf mich. Welche Farbe gefällt euch am besten?

Das Stricken hat mir richtig Spaß gemacht, noch nie in meiner gesamten Zeit als Strickliesel ist mir eine Wolle untergekommen, die ein derart einheitliches Strickbild ergibt!

Auf den Fotos seht ihr zuerst meine Maschenprobe auf der Maschine, Mittelstricker, Fadenspannung bei 7 und das Rad zwischen 2 und 3. Ich habe die Wolle, wie auch schon die „Silky Lace“ nicht gewickelt und kein Wachs benutzt. Lief trotzdem alles ganz wunderbar. Darunter die handgestrickte Version, mit 3,5mm Nadeln; 26M = 10cm, 36R = 10cm.

Besonders positiv sind mir das ebenmäßige Maschenbild und die Farbpalette aufgefallen; ggh trifft in puncto Farben genau meinen Geschmack, es wird sicher noch das ein oder andere Knäuel aus diesem Hause den Weg in meinen Einkaufskorb finden. Meine Tochter hat sich aus der Sorte „Topas“ ein Trägertop gehäkelt, auch sie war von der Qualität und Handhabung der Wolle sehr begeistert.

Habt ihr auch schonmal mit einer Wolle von ggh gestrickt, vielleicht sogar mit „Lacy“? Ich bin gespannt, ob euch die Maschenproben genauso überzeugen wie mich!

Bis zum nächsten Mal!

Bolline

 

 

Hier nochmal alle wichtigen Infos zur „Lacy“ zusammengefasst:

 

Lauflänge: 25g/150m

Nadelstärke: 3-4mm (Stricken)

Zusammensetzung: 80% Schurwolle, 20% Seide

Preis pro Knäuel: ca. 4,50€

Verfügbarkeit: im Laden, z.B. bei „Loops Berlin“

Anforderung: Anfänger

Geeignet für: Stricken (Hand und Maschine), Häkeln

Projekte: feine Pullover, Tücher/Schals

Tipps: lässt sich sehr leicht stricken, geht auch ohne Wachs sehr gut

 

Die Eindrücke in diesem Beitrag sind ausschließlich meine eigenen, alle genannten Produkte wurden von mir selbst gekauft und nicht bereit gestellt.

EKNDA: Katia Concept „Silky Lace“

EKNDA: Katia Concept „Silky Lace“

In der Serie „Ein Knäuel nach dem anderen“ zeige ich euch immer wieder neue Wollsorten, teste sie selbst aus und liste die Vor- und Nachteile auf. Heute im Scheinwerferlicht: „Silky Lace“ von Katia Concept.

Auf der Suche nach neuer Wolle fand ich mich vor Kurzem im „Verflickst & Zugenäht“ wieder, wo mir die Serie „Concept“ von Katia ins Auge sprang. Besonders die „Silky Lace“ hatte es mir angetan – sie besteht zu 80% aus Schurwolle und zu 20% aus Seide, das macht sie besonders weich und geschmeidig. Der Faden ist jedoch kompakt und flust nicht so sehr wie beispielsweise Mohair- oder Angorawolle.

Die Farbpalette ist sehr frühlingshaft und passend zum aktuellen Pastelltrend angelegt, insgesamt kann man sich zwischen 17 Nuancen entscheiden (wenn man sich denn entscheiden könnte!), ich habe nach langem Überlegen der gelbgrünen Nr. 160 und der blaugrauen Nr. 155 ein neues Zuhause gegeben.

Ich war sofort entschlossen, einen weiteren „Victoria“ Pullover daraus zu stricken, da mein erster Versuch leider beim Tragen ein wenig krabbelt, er mir optisch aber wahnsinnig gut gefällt. Vorher hab ich allerdings noch ein paar andere Projekte und ich würde ihn gerne mit Feinstricker und dem Intarsia-Schlitten stricken. Also müssen sie wohl vorerst mit einer gemütlichen Kiste auf meinem Wollregal vorlieb nehmen. Hoffentlich verstehen sie sich mit ihren Nachbarn.

Hier sind meine Maschenproben von jeweils 40M von Nahem. Links seht ihr das Ergebnis vom Handstricken mit 3,5mm Nadeln; 26M = 10cm, 34R = 10cm. Rechts habe ich meinen Mittelstricker benutzt mit einer Fadenspannung von 7 und dem Rad zwischen 0,5 und 1. Bei der Maschine habe ich die Wolle vorher nicht gewickelt und auch kein Wachs benutzt und es hat trotzdem wunderbar funktioniert!

Wie bereits erwähnt, habe ich einen neuen Schlitten ausprobiert – den „Intarsia“. Dieser eignet sich besonders gut zum Stricken mit zwei Farben. Wenn ihr an einem eigenen Beitrag dazu interessiert seid, lasst es mich doch in den Kommentaren wissen, ich probiere ihn auf jeden Fall noch weiter aus!

Die Wolle geht sehr leicht von der Hand, ist also auch für Anfänger geeignet. Sie fasert wenig auf, sondern bleibt schön in einem Strang, sodass man kaum Gefahr läuft, mit der Nadel versehentlich durch den Faden zu stechen. Auch mit der Maschine gab es keine Probleme, ich bin alles in allem sehr begeistert von dieser Wolle!

Habt ihr auch schon Erfahrung damit oder hat euch dieser Beitrag dazu inspiriert, sie euch zuzulegen? Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sie sich als „Victoria“ so macht!

Bis zum nächsten Mal!

Bolline

 

 

Hier nochmal alle wichtigen Eckdaten zur „Silky Lace“ im Überblick:

 

Lauflänge: 50g/260m

Nadelstärke: 3-3,5 Stricken/2,5-3 Häkeln (US 4-5/C-2, D-3)

Zusammensetzung: 80% Schurwolle, 20% Seide

Preis pro Knäuel: ca. 6,95€

Verfügbarkeit: im Laden, z.B. bei „Verflickst & Zugenäht“

Anforderung: Anfänger

Geeignet für: Stricken (Hand und Maschine), Häkeln

Projekte: feine Pullover, Tücher/Schals

Tipps: lässt sich sehr leicht stricken, geht auch ohne Wachs sehr gut

 

 

Die Eindrücke in diesem Beitrag sind ausschließlich meine eigenen, alle genannten Produkte wurden von mir selbst gekauft und nicht bereit gestellt.